Definition

Grundsätzlich

  • Jede Person kann nur Handlungen für sich selbst vornehmen, nicht für eine andere Person.

Durchbruch dieses Grundsatzes

  • Stellvertretung ist rechtserhebliches Handeln mit Wirkung für einen anderen.
  • Die Wirkungen der Handlung treten nicht beim Handelnden, sondern beim Vertretenen ein.
    Huguenin, 2. Aufl., N 1022 ff.; Gauch/Schluep/Schmid, 10. Aufl., N 1305 ff.
Beteiligte Personen

An einer Stellvertretung sind typischerweise drei Personen beteiligt:

  1. Der Vertreter, der die Rechtshandlungen vornimmt
  2. Der Vertretene, bei dem die Rechtswirkungen eintreten
  3. Ein Dritter, gegenüber welchem der Vertreter für den Vertretenen handelt.
    Gauch/Schluep/Schmid, 10. Aufl., N 1309

Kompliziertere Fälle:

  • Beidseitige Stellvertretung (auch der Dritte ist durch einen Stellvertreter vertreten)
  • Der Vertreter ist eine juristische Person/rechtsfähige Personengesellschaft
Parteien Stellvertretung
Stellvertretung