Begriff
Der Garantievertrag wird abgeschlossen zwischen dem Garanten (Promittent) und dem Garantieempfänger (Promissar). Dies stellt hierbei das Leistungsverhältnis dar.

Der Garant verpflichtet sich, Schadenersatz zu leisten, falls die Leistung eines Dritten ausbleibt (Art. 111 OR). Das Verhältnis zwischen Garant und Drittem ist mithin das Deckungsverhältnis.
Terminologie
In der Gesetzesmarginalie wird der Tatbestand von Art. 111 OR als "Vertrag zu Lasten eines Dritten" bezeichnet.

Diese Terminologie ist insofern irreführend, als natürlich niemand ohne seine Zustimmung oder Mitwirkung durch einen Vertrag verpflichtet werden kann.

Der Garantievertrag verpflichtet denn auch nicht den Dritten sondern den Garanten und verbessert dadurch die Stellung des Promissars. Es handelt sich um ein Sicherungsgeschäft (Personalsicherheit).
Garantievertrag